Ein Gedicht auf Borgsum auf Föhr

Borgsum ist …

Borgsums Mühle, neu entstanden,
bietet guten Platz zum Landen:
Alles was mit Kunst verbunden,
hat sich bei ihr eingefunden.
Auch der Vogel aus der Ferne
Rastet jedes Jahr dort gerne,
und er schmückt die Innenräume
mit den Bildern seiner Träume.
Alle Schönheit dieser Insel
fing er ein mit Stift und Pinsel.
Für Gespräch und Kunstgenuss
ist die Mühle einfach muss!

Lembecks Kneipe gegenüber
zieht zu einem Ausspann rüber.
Lockt mit Kuchen, selbst gebacken,
um bei Kaffee klönzuschnacken.
In Gezwitscher und Gesumm
schaut man sich im Garten um:
Bäume, Büsche, Rosenhecken,
hohes Gras und Kuschelecken.
Echt ein Platz zum Wohlergehen,
wo auch Tisch und Stühle stehen.
Man verspeist mit viel Behagen,
was die Wirtin aufgetragen
und empfindet nach Genuss:
Lembecks Kneipe ist ein Plus!

Lembecksburg aus Wikingzeit,
seltsam Platz in Einsamkeit.
Hoher Himmel, flaches Land,
Weidezäune, Viehbestand.
Grünbewachsen und kreisrund
Steigt ein Wall aus Wiesengrund.
Was vor Zeiten da gewesen,
ist am Durchgang abzulesen.
Hörensagen lenkt die Schritte
In die Lembecksburger Mitte,
wo ein Kraftfeld, Wundervoll,
Geist und Seele heben soll.
(Und bei Vollmond könnt`s gelingen,
auch den Körper hochzubringen!)
Hin und her durch Gras und Sand,
ob sich wohl die Stelle fand,
von der, mittels Erdstrahlwellen,
levitieren Körperzellen.
Stille in den Ohren singt,
sonst ist nichts, das etwas bringt.
Oder doch..? Tableau vor Ort:
Alles ruht, die Zeit schleicht fort…
Was dann hochtreibt zum Entrücken,
sind die Ameisen und Mücken!
Rundherum ein letzter Blick:
Landschaft mit gewissem Kick.
Wiehert da ein Pferdefuß?
Lembecksburger Wiking-Gruß!

Borgsum ist …
Augenschmaus an Bilderflut,
Klöngeschnack mit Sahneschnut,
Wissendurst und Wagemut.
Borgsum ist für alle gut!

Evelin Tasso
Hamburg 2001